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Impressionen und Informationen aus unserem

Living Soil Grow

  • außerordentlicher Geschmack
  • vollständig automatisiert
  • nachhaltig
Der gute

Kompost

Die Erinnerungen an Opa, der in jeden Blumentopf und in jedes Beet stets eine Handvoll „guten Kompost“ gegeben hat, verblassen so langsam. Aber der Grundsatz ist immer doch der Gleiche. Die Vielzahl an Kulturen und Mikroorganismen, die Kompost beherbergt, bilden auch die Grundlage für unseren sogenannten Living-Soil-Anbau – auch bekannt als Super Soil.

Grundsätzlich verfügt die Erde, das Substrat – der „Soil“ – dabei über alle Nährstoffe, die die Cannabispflanze für ein gesundes Wachstum benötigt.

Die enthaltenen Mikroorganismen leben in Symbiose mit der Pflanze: Sie zersetzen organische Nährstoffe und machen sie für die Pflanze verfügbar. Ein klassisches Düngen ist daher nicht notwendig.

Um diese Kulturen am Leben zu halten, ist es essenziell, dass Living-Soil-Erde stets leicht feucht bleibt. Ein vollständiges Austrocknen – wie es bei mineralischer Erde und Düngung oft üblich ist – wirkt sich negativ aus, da Mikroorganismen absterben können. In der Folge stehen der Pflanze nicht mehr ausreichend Nährstoffe zur Verfügung. Um eine gleichmäßige Feuchtigkeit und damit eine stabile Nährstoffversorgung zu gewährleisten, setzen wir auf Autopots – ein automatisches Bewässerungssystem von unten.

Die Nährstoffe, die wir in unserem Anbau verwenden, sind sogenannte Feststoffdünger, die bereits vor dem Anbau mit dem Grundsubstrat vermischt werden. Wir haben mit verschiedenen Düngern, wie Hühner- und Kuhmist als Düngergrundlage experimentiert. Während der Blütephase verabreichen wir im Zwei-Wochen-Rhythmus Komposttee, um die mikrobielle Vielfalt weiter zu erhöhen. Dieser Komposttee besteht aus Wurmhumus und Melasse und wird über etwa 36 Stunden in warmem, belüftetem Wasser angesetzt.

Auch auf den Einsatz von Pestiziden können wir dank der natürlichen Prozesse vollständig verzichten. Im Substrat übernehmen Nematoden die Kontrolle über die Eier von Trauermücken. Gleichzeitig findet auch im Pflanzendach ein natürlicher Regulierungskampf statt: Nützlinge wie Raubmilben fungieren als biologische „Wachposten“ und halten unerwünschte Schädlinge wie Thripse oder Spinnmilben effektiv in Schach.

Nach der Ernte würde man in der klassischen Landwirtschaft den Boden vollständig umpflügen und mineralisch düngen. Dabei wird jedoch das im Boden gebundene CO₂ freigesetzt. Wir setzen stattdessen auf ein Direktsaat- bzw. No-Till-Verfahren. Samen oder Stecklinge werden direkt in die bestehende Erde gesetzt, ohne diese komplett neu durchzumischen. Den zusätzlichen Feststoffdünger für den nächsten Durchlauf arbeiten wir lediglich in die oberste Erdschicht ein. Es gibt Berichte von Growern, die ihre Living-Soil-Erde über fünf Jahre hinweg erfolgreich nutzen.

Im Vergleich zu mineralischer Düngung oder hydroponischem Anbau fallen die Erträge meist etwas geringer aus. Dafür ist die Qualität des Endprodukts aus unserer Sicht außergewöhnlich hoch. Die Terpenprofile sind sehr ausgeprägt, und das Ergebnis ist schlicht ein „good smoke“.

Grundsätzlich versuchen wir beim Living-Soil-Anbau, mit der Natur zu arbeiten. Für uns bedeutet das unter anderem, weniger Müll zu produzieren und natürliche Kreisläufe zu nutzen. Cannabis und Erde benötigen den Menschen nicht zwangsläufig – sie würden auch ohne uns existieren. Unsere Aufgabe sehen wir darin, die Pflanze und ihr Wachstum zu verstehen und optimale Bedingungen in Bezug auf Licht, Luft und Wasser zu schaffen.

Alles damit wir es am Ende wegrauchen können 😊

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